Hallo Welt!

Habe gerade den Blog von Spaces nach WordPress übertragen lassen. Lief soweit reibungslos, steht aber auch nicht viel drin.

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CMake

Vor ein paar Tagen bin ich über das "Cross Platform Make" cmake von Kitware gestolpert. Wunderbar, damit können aus einigen wenigen Konfigurationsdateien die nötigen Projektdateien zur Compilierung von Programmen erzeugt werden; Makedateien für ein C++-Projekt (RiCPP) in meinem Fall. Ich hatte mich immer davor gescheut, die Makefiles zum Übersetzen eines Projekts unter Linux zu schreiben. Autoconf/Automake war mir etwas zu kompliziert, mit cmake ging das Erzeugen der Makefiles relativ schmerzfrei. Momentan benutze ich cmake nur unter Linux, obwohl es auch plattformübergreifend (Visual-Studio, XCode, Eclipse-CDT, …) funktionieren soll.

Ubuntu Fun

Nach 24 Stunden war es endlich soweit, das Ubuntu 9.10 nach 10.04 Update war auf meinen Desktop durchgelaufen. Ob es sich gelohnt hat? Keine Ahnung, der Desktop sieht optisch etwas besser aus. Gegenüber den mehr als 3 GB Daten (mit einer mehr als mäßigen DSL-Verbindung) war das letzte Mac OS X Update mit seinen läppischen 700MB ein reiner Kindergeburtstag. Selbst ein Windows-Servicepack ist nichts dagegen – aber da sind zugegebenermaßen auch keine Software-Paket-Updates dabei. Nach dem eher desaströsen Versuch einen alten Thinkpad T-41 upzudaten, lief die Prozedur auf meinem auch schon betagten Pentium 4 Desktop-PC relativ glatt. Das man am Ende der Sitzung einige Fragen beantworten und, da Multiboot eingerichtet ist, grub anpassen muss, sei es drum. Ein falscher Mausklick und die alten Pakete wurden nicht gelöscht – vielleicht war das auch gerade gut so. Ob ein später erfolgtes sudo apt-get autoremove mit anschließendem autoclean das gleiche Ergebnis gebracht hatte, weiß ich nicht.
Rein gefühlsmäßig ist der Ressourcenverbrauch (vor allem an Hauptspeicher) etwas gestiegen. Am Laptop führte dieses "etwas" allerdings zu deutlichen Geschwindigkeitseinbußen, denn der hat nur 768 MB – ich werde dort dann wohl auf Xfce zurückgreifen. Auch scheinen die Grafiktreiber nicht so ganz ausgereift: Bei meiner Nvidia 5 zeigt der Splash Screen nur einen Pixelwust, beim T-41 wird in einer Gnome Sitzung nicht immer der gesamte Fensterinhalt gezeichnet – besonders auffällig beim Thunderbird. Für Eclipse war auf dem Laptop das Qt-Plugin verschwunden, auf dem Desktop nicht – seltsam. Jedenfalls, ganz ohne Rumbasteln scheint es mit dem Update nicht zu klappen. Zum Glück muss ich Ubuntu nicht produktiv einsetzen. Da mir die Akzeptanz der Update-Prozedur für ungeübte nicht allzu hoch erscheint, werde ich das ganze wohl auch noch auf dem Rechner meiner Freundin machen wollen.
Ach ja, wenn Ihr Euren Lieblingsnutzern den Laptop administriert (die einfache Benutzung in freier Wildbahn scheint unter Linuxen ja immer noch ein Problem zu sein), und diese so unwahrscheinliche Sachen erledigen sollen, wie auf einem fremden, noch einzurichtenden, freigegebenen Drucker zu drucken: Denkt doch bitte daran, dass für solche Allerweltsaufgaben zumindest das Recht für ein sudo eingerichtet werden sollte, so dass man wenigsten die Möglichkeit hat zu helfen. O.k., unter Windows 7 muss man das Recht dazu auch freigeben. Ach ja, der Tipp mit den Fensterknöpfen unter http://www.heise.de/open/artikel/Ubuntu-10-04-im-Test-Update-990092.html war für mich als Nicht-Linuxer hilfreich; ich mag die Knöpfe rechts und ein Fenstermenü.

PowerShell

Durch die Einrichtung unseres Live@edu Zugangs musste ich mich mit der MS PowerShell beschäftigen um die Anmeldung zu automatisieren. Wurde auch Zeit, dass ich mir das angeschaut habe. Als Einleitung fand ich den Beitrag Mastering-Powershell | With Dr. Tobias Weltner recht brauchbar. Mit hat gefallen, dass der Beitrag auch auf die Skript-Syntax der Shell eingeht und nicht wie einige Bücher nur haufenweise Anwendungs-Beispiele bringt und ansonsten auf das Get-Help cmdlet verweist. Bin mal gespannt ob sich die Shell durchsetzt. Die Skripte werden meiner Meinung nach schnell länglich… aber wahrscheinlich muss ich nur noch ein wenig üben – z. B. konnte/brauchte ich die Pipe noch nicht anwenden.

Übler Trojaner bzw. Rootkit unter XP stört Anmeldung

Ein Trojaner bzw. Rootkit hatte in der Registry auf einem Windows XP Rechner einen Debugger-Eintrag für die Datei userinit.exe eingefügt (das geht leider über den Registry Eintrag Debugger im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\MicrosoftWindows NT\CurrentVersion\Image File Execution Options\userinit.exe). Vor der userinit.exe versuchte Windows beim Anmelden immer eine Datei fxsabjruf.exe (das ist wahrscheinlich ein zufällig generiert Name) auszuführen, was fehlschlug, da diese „böse“ Datei inzwischen zu Recht von einem Anti-Virus Tool (Sophos Troj/TDSSMem-C) entfernt wurde. Windows meldete dann aber jeden Benutzer direkt nach dem Anmelden wieder ab – sehr ärgerlich… Die Google-Suche nach der Ursache hatte mich einige Zeit beschäftigt: Der gefundene Eintrag in einem Forum beschreibt zum Glück das Problem und gibt Lösungshinweise – meinen Dank dorthin. Mit dem Registry-Editor konnte ich den Eintrag in der Registry über Netz von einem anderen Computer aus leicht entfernen (über eine Windows-PE Bootdiskette kann man alternativ auch gut die Registry eines befallen Rechners ändern). Danach konnte man sich wieder normal anmelden. Sicher sein, dass sich nicht noch andere ungewollte Progrämmchen auf dem befallenen Rechner breit gemacht haben, kann man natürlich nicht.